Mil­lio­nen für mit­tel­deut­sche Start­up Fac­to­ry — HAfM-Mit­glied EAH Jena beteiligt

Prämierungsveranstaltung der Startup Factories in Berlin; Foto: BMWE/Dominik Butzmann

„boOst“-Gründungszentrum über­zeugt in Leucht­turm­wett­be­werb des Bundes

Unter­neh­me­ri­sche Zukunft made in Mit­tel­deutsch­land: Das mit­tel­deut­sche Kon­sor­ti­um „boOst Start­up Eco­sys­tem gGmbH“ ist eines von bun­des­weit zehn Pro­jek­ten, das im Rah­men des vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Ener­gie (BMWE) auf­ge­setz­ten EXIST-Leucht­turm­wett­be­werbs „Start­up Fac­to­ries“ aus­ge­wählt wur­de. Dies teil­te das BMWE am 10. Juli 2025 in einer Pres­se­kon­fe­renz in Ber­lin mit. Ver­bun­den mit die­sem her­aus­ra­gen­den Erfolg ist eine mil­lio­nen­schwe­re För­de­rung des Bun­des von bis zu zehn Mil­lio­nen Euro, die durch min­des­tens den­sel­ben Betrag an Mit­teln durch die Pro­jekt­part­ner aus der Indus­trie ergänzt werden.

Die Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Dres­den (TUD) und die Uni­ver­si­tät Leip­zig (UL) koor­di­nie­ren die bereits in der „Start­up Cam­pus Alli­ance“ zusam­men­ge­schlos­se­nen und an „boOst“ betei­lig­ten mit­tel­deut­schen Hoch­schu­len: Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Chem­nitz, TU Berg­aka­de­mie Frei­berg, Hoch­schu­le für Tech­nik und Wirt­schaft Dres­den, Hoch­schu­le für Tech­nik, Wirt­schaft und Kul­tur Leip­zig, Hoch­schu­le Mitt­wei­da und die HHL Leip­zig Gra­dua­te School of Manage­ment sowie die Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät Jena und die Ernst-Abbe-Hoch­schu­le Jena.

Mit einem kla­ren Schwer­punkt in Berei­chen wie Halb­lei­ter­tech­no­lo­gie und Chip-Design, Pho­to­nik und Health-Tech legt „boOst“ das Fun­da­ment für die nächs­te Gene­ra­ti­on von High­tech-Unter­neh­men „Made in Germany“.

Die „boOst“-Initiative will bis 2030 die Zahl der wis­sens­ba­sier­ten Grün­dun­gen in Sach­sen und Thü­rin­gen von der­zeit rund 100 auf 200 Start­ups pro Jahr ver­dop­peln – min­des­tens 50 davon mit Deep-Tech-Fokus. Dafür betei­ligt sich neben den Hoch­schu­len mit Infi­ne­on, ZEISS, Bosch, ESMC und X‑Fab Unter­neh­men mit euro­päi­schen Top-Pro­duk­ti­ons­stand­or­ten für Mikro­elek­tro­nik in Mit­tel­sach­sen an der Start­up Fac­to­ry. Wei­te­re hoch­ka­rä­ti­ge Part­ner sind u. a. Volks­wa­gen und die MADSACK Medi­en­grup­pe. Zu den Gesell­schaf­tern der boOst Eco­sys­tem gGmbH gehö­ren u. a. die TUDAG, die Spin­Lab – The HHL Acce­le­ra­tor und die Stif­tung Tho­mas Kirch­ner (YETI), die gemein­sam mit der TUD und der UL das Manage­ment­team der boOst Eco­sys­tem gGmbH mit Sitz in Dres­den unter Lei­tung von Mar­co Weicholdt (CEO), Julia­ne Els­ner und Felix Hag­leit­ner einsetzen.

Mar­co Weicholdt, Geschäfts­füh­rer der boOst Start­up Eco­sys­tem GmbH, sagt: „Wir wol­len eine neue Grün­dungs­kul­tur in Ost­deutsch­land eta­blie­ren. Mit dem Zusam­men­schluss der Start­up Fac­to­ry befä­hi­gen wir Men­schen, eige­ne Ideen und Tech­no­lo­gien in markt­fä­hi­ge Pro­duk­te zu über­set­zen, erleich­tern den Zugang zu Indus­trie und Kapi­tal, bau­en schlag­kräf­ti­ge inter­dis­zi­pli­nä­re Teams und för­dern die Grün­dung von wachs­tums­fä­hi­gen Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men. Unser Anspruch ist, Start­ups zu bau­en, die im inter­na­tio­na­len Wett­be­werb her­aus­ra­gen und Wert­schöp­fung lang­fris­tig in der Regi­on halten.“

„Mit ‚boOst‘ legen wir das Fun­da­ment für eine neue, nach­hal­ti­ge Grün­dungs­kul­tur in Mit­tel­deutsch­land. Die enge Zusam­men­ar­beit zwi­schen Wis­sen­schaft und Wirt­schaft schafft idea­le Vor­aus­set­zun­gen, um Talen­te gezielt zu för­dern und Inno­va­tio­nen aus der For­schung in markt­fä­hi­ge Pro­duk­te und erfolg­rei­che Unter­neh­men zu über­füh­ren. Die Ernst-Abbe-Hoch­schu­le Jena ist stolz, Teil die­ser star­ken Alli­anz zu sein und aktiv zum tech­no­lo­gie­ge­trie­be­nen Wan­del in der Regi­on bei­zu­tra­gen“, so Prof. Dr. Kris­tin Mit­te, Vize­prä­si­den­tin für For­schung und Ent­wick­lung sowie Inte­rims­prä­si­den­tin der Ernst-Abbe-Hoch­schu­le Jena.

Der EXIST-Leucht­turm­wett­be­werb des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Wirt­schaft und Ener­gie för­dert den Auf­bau von zehn pri­vat­wirt­schaft­lich getra­ge­nen Start­up Fac­to­ries an Hoch­schul­stand­or­ten in Deutsch­land. Ziel ist es, regio­na­le Inno­va­ti­ons­zen­tren mit inter­na­tio­na­ler Strahl­kraft zu schaf­fen, die tech­no­lo­gie­ori­en­tier­te Grün­dun­gen sys­te­ma­tisch beglei­ten – von der For­schung bis zum glo­ba­len Markt­er­folg. Die Aus­wahl der geför­der­ten Pro­jek­te erfolg­te durch eine unab­hän­gi­ge Jury im Som­mer 2025. Die Umset­zung soll ab dem 1. Okto­ber 2025 starten.

Foto: Prä­mie­rungs­ver­an­stal­tung der Start­up Fac­to­ries in Ber­lin; Foto: BMWE/Dominik Butzmann