Hoch­schu­len für Ange­wand­te Wis­sen­schaf­ten im Land (HAW BW) for­dern Erhalt des Zen­tra­len Inno­va­ti­ons­pro­gramm Mit­tel­stand (ZIM)

Antrags­stopp ver­hin­dert, dass die HAW BW, dar­un­ter die Hoch­schu­le Offen­burg, Inno­va­ti­ons­im­pul­se in Unter­neh­men und Ein­rich­tun­gen set­zen können.

Am 7. Juli 2026 hat das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Ener­gie kurz­fris­tig einen Antrags­stopp für das Zen­tra­le Inno­va­ti­ons­pro­gramm Mit­tel­stand (ZIM) ver­hängt. Begrün­det wur­de dies mit der stark gestie­ge­nen Nach­fra­ge nach einer För­de­rung seit dem vier­ten Quar­tal 2025 und begrenzt ver­füg­ba­ren Haus­halts­mit­teln. Die Hoch­schu­len für Ange­wand­te Wis­sen­schaf­ten Baden-Würt­tem­berg (HAW BW), dar­un­ter auch die Hoch­schu­le Offen­burg, for­dern nun gemein­sam mit ihren Part­nern aus der Wirt­schaft den Erhalt des ZIM und eine Auf­he­bung des Antragsstopps:

„Der Antrags­stopp beim ZIM trifft nicht nur Unter­neh­men, son­dern gefähr­det auch die erfolg­rei­che Zusam­men­ar­beit von Mit­tel­stand und Hoch­schu­len bei For­schung, Ent­wick­lung und Tech­no­lo­gie­trans­fer. Gera­de die Hoch­schu­len für Ange­wand­te Wis­sen­schaf­ten sind wich­ti­ge Inno­va­ti­ons­part­ner klei­ner und mitt­le­rer Unter­neh­men. Vie­le gemein­sa­me For­schungs- und Ent­wick­lungs­pro­jek­te, die für die Wett­be­werbs­fä­hig­keit unse­res Wirt­schafts­stand­orts von zen­tra­ler Bedeu­tung sind, wer­den durch das ZIM erst ermög­licht. Baden-Würt­tem­berg lebt von sei­ner Inno­va­ti­ons­kraft und vom engen Schul­ter­schluss zwi­schen Wis­sen­schaft und Wirt­schaft. Der kurz­fris­ti­ge För­der­stopp sen­det des­halb das fal­sche Signal – ins­be­son­de­re in einer Zeit, in der Unter­neh­men und Hoch­schu­len gemein­sam an Lösun­gen für die digi­ta­le und nach­hal­ti­ge Trans­for­ma­ti­on arbei­ten. Wir appel­lie­ren an die Bun­des­re­gie­rung, den Antrags­stopp unver­züg­lich auf­zu­he­ben und die Finan­zie­rung des ZIM lang­fris­tig ver­läss­lich sicher­zu­stel­len. Inno­va­ti­on, Tech­no­lo­gie­trans­fer und mit­tel­stän­di­sche For­schungs­ko­ope­ra­tio­nen dür­fen nicht unter kurz­fris­ti­gen haus­halts­po­li­ti­schen Ent­schei­dun­gen leiden.“

Auch an der Hoch­schu­le Offen­burg wur­den bereits unzäh­li­ge ZIM-Pro­jek­te erfolg­reich umge­setzt. Aktu­ell lau­fen bei­spiels­wei­se noch das Pro­jekt „SUSI — In sili­co MED&Health“, in dem ein KI-gestütz­tes Assis­tenz­sys­tem für allein­le­ben­de Senio­ren ent­wi­ckelt wird, das  Pro­jekt „EchoCh­eck“, in dem ein neu­ar­ti­ges, akus­ti­sches Mess­ver­fah­rens zur exak­ten Län­gen­mes­sung von erd­ver­leg­ten Fern­wär­me­lei­tun­gen ent­steht, und das Pro­jekt „CoBot-Pro­tec­tor“, das sich mit einem 3D-Kraft-/Druck­mess­sys­tem zur Erfas­sung und Bewer­tung direk­ter und tran­si­en­ter Kol­li­sio­nen zwi­schen kol­la­bo­ra­ti­ven Robo­tern und Men­schen beschäf­tigt. Soll­te das ZIM-Pro­gramm weg­fal­len, wäre das nicht nur ein Rück­schlag für die Hoch­schu­le Offen­burg son­dern auch für die Region.